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Frau Zwinker liegt mit Grippe im Bett.

März 16th, 2012

Wer sich fragt, warum man so nichts von ihr lesen kann. Das ist der Grund.

 

Mehr Lebenszufriedenheit dank der Polizei? (II.) Nein.

Februar 21st, 2012

Frau Zwinker beschloss mehr über die Möglichkeit einer beruflichen Neuausrichtung (siehe Mehr Lebenszufriedenheit dank der Polizei? I.) als Polizistin erfahren zu wollen und meldete sie sich zum Besuch an der Infoveranstaltung der Kantonspolizei für zukünftige Polizeiaspirantinnen und -aspiranten an. Durch ihre Nähe zum anarchistischen Milieu sah sich jedoch gezwungen, sich unter falschem Namen (Meier, Martina) und verhängnisloser Emailadresse (marmaid84@yahoo.com) anzumelden.

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Mehr Lebenszufriedenheit dank der Polizei? (I.)

Februar 16th, 2012

Kürzlich sass Frau Zwinker während eines Abendessens neben einer Glückforscherin. Sie kannte an jenem Abend nur die Gastgeberin, mit welcher sie vor über zehn Jahren an einer Goa-Party irgendwo im Nirgendwo abgestürzt war. Seither hatte man sich nicht mehr wiedergesehen, bis man sich kürzlich per Zufall beim Spazieren über den Weg lief. Man plauderte darüber, was man so im Leben treibe. Die alte Bekannte erzählte vom bevorstehenden Hauskauf, Frau Zwinker von ihrer erfolglosen Stellensuche, (was denn sonst). Schliesslich wurde Frau Zwinker zum Abendessen eingeladen. Sie wusste nicht genau warum, kam der Sache dann aber kurz nach dem Dessert auf den Grund.

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Staatspolitisches I.: Guerilla-Aktion im Landesmuseum

Januar 25th, 2012

Kürzlich rief Frau Zwinker’s alter Freund Fideli an und schlug vor, gemeinsam eine Reise nach Zürich ins Landesmuseum zu unternehmen. Sozusagen als Akt der staatspolitischen Bildung, beiden mangle es ja an der staatspolitischen Zuverlässigkeit (um sich der Worte Dürrenmatts zu bedienen). Fideli bedeutet treuer kubanischer Italiener. Alle nennen ihn so, weil er während dem Gymnasium in der Gesichtsstunde erzählt hatte, dass seine italienischen Vorfahren Teil der Resistenza gewesen seien. Ein naher Verwandter sei nach dem 2. Weltkrieg nach Kuba gereist und habe dort erfolgreich für die Revolution gekämpft. Natürlich war das alles frei erfunden. Fideli wollte ein Mädchen beeindrucken, welches sich für das Leben von Che Guevara interessierte. Was ihm auch vier Jahre lang gelang. Als es dann aber um die Studienwahl ging, entschied sie sich für die HSG, währen er das Politologiestudium in Bern wählte.
Frau Zwinker war noch nie zuvor im Landesmuseum. Ihre Eltern hatten versucht, wenn möglich ihren Kindern die Originalschauplätze grosser Ereignisse zu zeigen: Tellsplatte, Rütli, Munot – meistens verbunden mit einer Wanderung. Oder man besuchte das Swissminiature, da im Tessin bekanntlich immer schönes Wetter ist, wenn’s im Norden wüst ist. Der Besuch im Swissminiature hatte zudem Zeit gespart und ermöglichte so den Besuch diverser Wasserkraftwerke in der Schweiz. Bedingt durch die déformation professionnelle ihres Vaters hat Frau Zwinker alle Staumauern der Schweiz besucht und kann eine Pelton-Turbine von einer Francis-Turbine unterscheiden.

Frau Zwinker fuhr mit Fideli in die Stadt des Stau&Wetter-Radios. Die beiden hatten sich drei Stunden Zeit für den Besuch eingeplant, sie waren sich aber sicher, sie würden nicht die ganze Ausstellung anschauen können. Die Wechselausstellung hatten sie schon von der To-Do-Liste gestrichen. Fideli wollte zu Beginn in Ruhe das Diorama der Schlacht bei Murten bestaunen. Er war von den kleinen – von der Strapazen der Belagerung zu hauchdünnen Gestalten abgemagerten – Zinnfiguren und der Detailtreue sehr angetan.

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Geldausgeben I: Hommage an einen Taxichauffeur

Januar 11th, 2012

Frau Zwinker spart gerne, aber sie gönnt sich auch gerne etwas. Am liebsten nachts mit einem Taxi nach Hause chauffiert zu werden. Nicht einfach mit irgendeinem Taxi, sondern mit the one and only: James von James Night Cab. Frau Zwinker sammelte in ihrem jungen Leben so manche Erfahrung mit Taxifahrern. Inzwischen weiss sie, der Service von James ist nicht zu überbieten.
Eine Zeit lang arbeitete Frau Zwinker in einer östlich gelegenen Schweizer Stadt. Dort liegt oft viel Schnee und Eis zwischen Oktober und Mai und das Velofahren mit einem Velo Baujahr 1989 kann halsbrecherisch sein. Frau Zwinker war oft nachts unterwegs und so gönnte sie sich ab und zu eine sichere Heimfahrt. Bis zu jenem Tag, als sie in der Zeitung von Übergriffen durch Taxifahrer auf junge Kundinnen las. Frau Zwinker weckte darauf hin ihr Velo wieder aus dem Winterschlaf und radelte von nun an durch Nacht und Schnee.
Nur einmal liess sie sich von Diana, der mazedonischen Serviertochter ihrer Stammbeiz Bieregge ein Taxi rufen. Was  eine mässig gute Idee war.

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Sparen IX: Bei der Zahnversicherung – kein guter Zug, so vor Weihnachten…

Januar 5th, 2012

Vielleicht hat sich die eine Leserin oder der andere Leser gefragt, warum man so lange nichts Neues über Frau Zwinker lesen konnte. Das liegt daran, dass Frau Zwinker Zwangsferien gemacht hat und zwar über die Weihnachtstage.
Wie das kam?
Frau Zwinker will bekanntlich sparen und hat deshalb im Oktober ihre Zusatzversicherung für die Zahnmedizin gekündigt. Das war nicht sehr weit gedacht von ihr, zugegeben. Sie hatte völlig vergessen, dass in ihr ja noch immer vier Weisheitszähe am Stossen und Drängen waren. Die mussten jetzt noch kurzfristig raus vor dem Jahreswechsel. Ein nicht ganz einfaches und sehr schmerzhaftes Unterfangen.
Das ist keine Geschichte für schwache Nerven, aber beginnen wir von vorne.

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Sammeln II: Krumme Dinger drehen

Dezember 17th, 2011

Jetzt JRZen sie wieder – dieses mal in Luzern. Bis anhin konnte Frau Zwinker erfolgreich ihre Ohren vor der Sammelaktion des nationalen Radiosenders für Junggebliebene verschliessen. Während der ersten Durchführung weilte sie im Ausland und während der zweiten hatte die Stereoanlage in der Küche keinen Radioempfang. Inzwischen hat sie aber einen. Einen Vorteil dieser JRZ-Aktion sieht Frau Zwinker in der Musikwahl, welche nun von den Zuhörenden zusammengestellt wird. Da kann man morgens wahre Raritäten hören: David Hasselhofs (da pöpperlet das Herz von Frau Zwinker grad etwas höher, immer noch!) oder Mackie Messer in der messerscharfen Coverversion der Young Gods.
Zudem ist das Stau&Wetter-Radio-Züri für eine Woche verstummt.

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Sparen VII: Wenn Babysitten blutig endet

Dezember 8th, 2011

Kürzlich erhielt Frau Zwinker von ihrer Freundin Esther folgende SMS:
„Falls du am Samstag noch kein Date hast und nicht zu Thömus 30. Geburtstag eingeladen bist, hätte ich noch einen kleinen Mann frei. Er schläft halt ein bitzeli viel, ist aber dadurch pflegeleicht. Wein & Dine inbegriffen! 19.30 Uhr?“

Babysitten inkl. Nachtessen, das klang für Frau Zwinker nach einer optimalen Spargelegenheit. Zumal sie eben nicht an Thömus 30. Geburtstag eingeladen war. Das lag daran, dass da mal etwas gewesen war – nichts Grosses, aber eben doch gewichtig genug um es kompliziert zu machen und Motivation genug, sie nicht zur Geburtstagsparty einzuladen. Das war aber auch gut so.

Die Aussicht darauf, dass der vierzehn Monate alte Knirps namens Louis die Nächte problemlos durchschlafen würde und die Vorstellung, sich in Ruhe durch die DVD-Sammlung von Esther zu wühlen, klangen verlockend. Frau Zwinker freute sich auf einige gemütliche Stunden in einer geheizten Wohnung, damit lag sie mal wieder komplett falsch.

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Wohnen I: Bescheiden Leben als Folge der humanistischen Hirnwäsche

Dezember 1st, 2011

Als Kind glaubte Frau Zwinker, das höchste der Gefühle sei mit einem Motorhome  durch Amerika zu kreuzen, (in ihrem kindlichen Weltverständnis meinte sie mit Amerika natürlich die USA). Sie träumte davon, eine grosse Hollywoodschauspielerin zu werden und nebenbei David Hasselhof zu heiraten. Wohlgemerkt, wusste sie damals noch nichts von seinem Alkoholproblem, sie sah lediglich seine Heldentaten als Michael Knight. Ein Ritter, das glaubte sie damals, wäre toll, dass es auf kein Fall ein Prinz sein sollte, ist inzwischen allgemein bekannt.
Als Frau Zwinkers Mutter in den frühen 90ern beschloss, wieder in den Berufsalltag zurückzukehren, wurde klein Frau Zwinker zum Schlüsselkind und von Mittagstisch zu Mittagstisch gereicht. Mal bei dieser Freundin der Mutter, mal bei jener und einmal die Woche bei der jüngsten Schwester von Frau Zwinkers Mutter  – bei der grünen  Tante. Die so lebte, wie sich Frau Zwinker niemals hätte vorstellen können zu leben. Ihr Lebensentwurf erschien für klein Frau Zwinker nicht im geringsten erstrebenswert. Natürlich hätte sie das als Kind nicht so formulieren können, sondern hätte wohl eher gesagt:

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Sparen VII: Frau Zwinker wird zum Bibliotheks-Zombie

November 25th, 2011

Es ist kalt geworden, die Nebenkosten schnellen dank der Heizung in die Höhe. Frau Zwinker läuft es kalt den Rücken runter, wenn sie an den Betrag der nächsten Nebenkostenabrechnung denkt und so greift sie zu einer gängigen und verlässlichen Sparmethode: Sie verbringt ihre Zeit in der Bibliothek. Dort spart man jedoch viel mehr als nur Heizkosten und fühlt sich irgendwie in die Gesellschaft integriert.

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